Ein Wochenende auf der Albert-Link-Hütte mit Baby und Kleinkind

Hüttenurlaub mit kleinen Kindern und Babys ist etwas Besonderes für Eltern und Kinder zugleich – vorausgesetzt man übernachtet auf einer dafür geeigneten Berghütte. Bei der Auswahl der Hütte sollte man daher auf eine familienfreundliche Infrastruktur achten. Zudem sollte die Hütte gut erreichbar und auch für Kleinkinder gut erwanderbar sein. Die Albert-Link-Hütte nahe dem Spitzingsee in Bayern gehört zu den Hütten, die familienfreundlich und zudem auch mit Kindern gut erreichbar sind. Wir haben Anfang August ein paar Tage auf der Hütte verbracht und diese mit unserem dreijährigen Sohn Max und unserem Baby Leo ausführlich getestet.

Albert-Link-Hütte

Anreise zur Albert-Link-Hütte

Der nächste Parkplatz zur Albert-Link-Hütte liegt bei der Kirche in Spitzingsee. Von dort aus kommt man über die Valeppstrasse relativ einfach zur Hütte. Die Strasse ist kaum befahren und somit recht gemütlich zu laufen. Unser Gepäck haben wir mit unserem Croozer transportiert und die ca. 20 Minuten Gehzeit waren auch für unseren kleinen Max kein Problem, zumal es zur Albert-Link-Hütte fast nur bergab geht. Sehr praktisch war, dass wir den Croozer während unseres Hüttenaufenthalts im großen Flur der Hütte parken konnten, so war er stets griffbereit für unsere Ausflüge. Um zur Albert-Link-Hütte zu gelangen benötigt man keinen Outdoor-tauglichen Kinderwagen. Dennoch ist es sinnvoll einen Kinderwagen oder Buggy mit Outdoor-Bereifung und großen Rädern zu haben, da einige Wege rund um die Hütte und dem Spitzingsee sonst nur schwer befahrbar sind.

Tolle Lage und gemütliche Atmosphäre auf der Albert-Link-Hütte

Als wir auf der Albert-Link-Hütte angekommen, fällt uns sofort der traumhafte Blick in die Schlierseer Bergwelt auf, der sich auf der sonnigen Terrasse vor der Hütte am besten genießen lässt. Sehr praktisch ist der Spielplatz vor der Hütte. Dort kann man die Kinder in Ruhe spielen lassen und hat sie von der Terrasse aus im Blick und Rufweite. Die Lage der Hütte im Valepp ist sehr gut, da man von der Hütte aus wunderbar kindertaugliche Touren und Gipfel wie die Rotwand oder Rotkopf erwandern kann. Alternativ kann man auch einfach nur rund um den Spitzingsee spazieren oder Tretboot fahren.

In der Hütte selbst gibt es eine große urige Stube mit einem kleinen Seitenzimmer. Gegenüber befindet sich noch das Franz Holz Stüberl, das auch nach der Hüttenruhe um 22:00 Uhr noch ausgiebig genutzt werden kann. In Summe herrscht auf der Albert-Link-Hütte eine gemütliche Hüttenatmosphäre. Da wir zusammen mit zwei anderen Familien auf der Hütte waren, saßen wir etwas separat an einem großen Tisch. Unser Tisch war während unseres Aufenthalts für uns zum Frühstück und Abendessen reserviert. Sehr praktisch, so haben sich auch die Kinder leicht zurecht gefunden. Was uns sehr positiv aufgefallen ist, dass sich auch unsere Kinder auf Anhieb wohl gefühlt haben. Es haben sich weder andere Gäste noch das Service-Team an unseren herum rennenden Kindern samt ihrer lautstark mitgeteilten Freude gestört.

 

Kulinarische Schmankerl auf der Albert-Link-Hütte

In Punkto Kulinarik gehört die Albert-Link-Hütte sicher zu den besten Berghütten in Bayern. Das Frühstück ist reichhaltig und bietet eine gute Auswahl an Wurst, Käse, Marmelade, Joghurt und vielem mehr. Auch das in der Backstube der Hütte gebackene Brot und die Brötchen sind sehr schmackhaft. Die Frühstückszeiten von 7:30 – 9:00 sind okay, da man mit kleinen Kindern ohnehin früh am Morgen wach wird.

Am Abend kann man aus der auch für mehrere Abende ausreichenden Karte rustikale Hüttengerichte aussuchen. Wir waren von der Qualität der Speisen wirklich begeistert und man merkt, dass auf der Albert-Link-Hütte auf qualitativ hochwertige Zutaten aus der Region wert gelegt wird. Sehr zu empfehlen sind das Gulasch aus Bio-Rind und die Wild-Gerichte sowie der Kaiserschmarren, der ein schönes Abendessen abrundet und einfach hervorragend schmeckt. Allerdings muss man schauen, dass man vor 19:30 bestellt hat, da ansonsten die Küche zu macht.

 

Urige Hütten-Zimmer

Unsere Hütten-Zimmer lagen oberhalb von den Stuben und waren ebenfalls sehr urig und rustikal. Wir hatten ein eigenes Zimmer mit zwei Stockbetten, was für uns vier gut ausreichend war. Die Betten waren zwar schmal, aber noch breit für uns. Für unser Baby Leo haben wir ein zusätzliches Babybett ins Zimmer bekommen. Das Zimmer war ausreichend groß für die Nacht und hat neben einigen Wandhaken für die Wanderbekleidung auch noch ein für Hüttenverhältnisse großes Regal für unsere Kleidung und die üblichen Baby-Utensilien geboten. Während viele Hütten sehr hellhörig sind, haben wir abends und nachts so gut wie keinen Lärm mitbekommen und konnten gut schlafen.

Zimmer auf der Albert-Link-Hütte

Waschräume in der Albert-Link-Hütte

Waschräume in Berghütten sind immer so eine Sache und mit kleinen Kindern muss es unserem Geschmack nach in diesem Punkt nicht ganz rustikal zugehen. Sehr positiv haben wir daher die Waschräume mit jeweils zwei Duschen empfunden, die für einen kleinen Obolus von 50 ct warmes Wasser bieten. Wenn man zwei 50 ct Münzen einwirft, reicht das warme Wasser auch locker für einen Erwachsenen und unseren ausgiebig duschenden dreijährigen Sohn. Ebenfalls sehr positiv war, dass die Waschräume stets sauber waren, was auch nicht unbedingt üblich auf Berghütten ist.

Baby- und Kleinkindtauglichkeit der Albert-Link-Hütte

Da es sich bei der Albert-Link-Hütte nicht um ein voll ausgestattetes Kinderhotel handelt, muss man natürlich die wichtigsten Baby- oder Kleinkindausstattung selbst mitbringen. Uns stört dies nicht besonders, da wir das Hüttenleben gewohnt sind und dementsprechend wissen, wo wir Urlaub machen. In der Hütte war dennoch ein Hochstuhl für unseren Leo vorhanden und auch ein Babybett haben wir vom Hütten-Team bekommen. Sehr positiv haben wir es zudem empfunden, dass sich das Hütten-Team immer freundlich um unsere kleinen Alltagsthemen mit Leo und Max gekümmert hat. Sei es das Bereitstellen von abgekochtem Wasser für die Babynahrung, dem Abstellen des Croozers oder einem Fläschchen Milch am Abend, uns wurde stets schnell und freundlich geholfen. Und da man sein Gepäck ohnehin leicht auf die Hütte bringen kann, ist es auch kein Problem alles Notwendige selber mitzubringen.

 

Unser Fazit zur Albert-Link-Hütte

Uns hat der Besuch auf der Albert-Link-Hütte wirklich sehr gut gefallen! Das Essen ist hervorragend, die Hütte schön urig und gemütlich und alles geht entspannt und sehr kinderfreundlich zu. Vor der Hütte gibt es zudem genug Platz für kleine Kinder, sich zu entfalten und auf dem Spielplatz zu spielen. Mehr braucht man wirklich nicht für die Kinder. Auch zum Wandern gibt es viele gute Möglichkeiten. Je nach Wanderstärke des Nachwuchses findet man immer passende Touren. Zudem bietet der nahe gelegnen Spitzigste  ebenfalls schöne Möglichkeiten, dort Zeit zu verbringen. Für uns ist die Albert-Link-Hütte daher ideal für einen drei- bis viertägigen Hüttenurlaub mit kleinen Kindern. Wer allerdings ohne Kinder auf die Hütte geht, sollte zumindest kinderfreundlich und tolerant sein.

Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch auf der Albert-Link-Hütte, dann vielleicht einmal im Winter um Schlitten- und Skifahren zu gehen.

Weitere Informationen zur Albert-Link-Hütte gibt es hier.

Und hier gibt es noch ein kurzes Video zur Albert-Link-Hütte:

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