Neue Paradiese für kleine Rabauken: Wie Sie das Kinderzimmer umgestalten

Die Zeiten von rosa Wänden oder blauen Teppichen ist vorbei. Aus dem Baby ist ein Schulkind geworden. Spätestens jetzt entwickelt sich beim Kind der Wunsch, sein Zimmer „für Große“ einzurichten. Weg mit den Babysachen, her mit dem coolen Style. Start frei für das Projekt „Kinderzimmer umgestalten“. Wir sagen Ihnen, wie Sie das Kinderzimmer auf jugendlich pimpen.

Dezente Wand-Tattoos können aus einem Kinderzimmer eine echte Wohlfühloase machen.

Bildquelle: © Yuri-U – 575498449 / Shutterstock.com

Wenn der Sohnemann plötzlich unzufrieden mit seinem Zimmer ist und Töchterlein am Liebsten keine Freundinnen mehr zu sich einladen möchte, wird es allerhöchste Zeit, das Kinderzimmer umzugestalten. An Ideen soll es nicht mangeln, denn im Internet finden Sie jede Menge Anregungen, wie aus dem ehemaligen Babyzimmer ein ansehnlicher und gemütlicher Rückzugsort für langsam groß werdende Rabauken wird.

 

Kleinigkeiten können Wunder bewirken

Es muss gar nicht der große Rundumschlag sein, bei dem die Tapeten von der Wand gerissen, Böden erneuert und Trennwände eingezogen werden – manchmal reicht es schon aus, wenn Kleinigkeiten verändert werden, die einen ganzen Raum in neuem Licht dastehen lassen. Wand-Tattoos oder Kunstdrucke zum Beispiel sorgen dafür, dass sich Ihr Kind mit wenig Aufwand schon deutlich wohler in seinem Reich fühlt. Kristin Franke, Geschäftsführerin der Tinyfoxes KG, hat uns den Tipp gegeben, dass insbesondere Tierbilder, wie sie sie in ihrem Onlineshop Tinyfoxes.de anbietet, bei Kindern sehr gut ankommen. Auch gezielt eingesetzte und clever platzierte Deko macht aus einem langweiligen Zimmer schnell ein Paradies für die Kleinen.

 

Kinderzimmer umgestalten: Auch auf die richtigen Möbel kommt es an

Anfangs ist es noch das Kinderbett, das die wichtigste Rolle in einem Kinderzimmer spielt. Neben der Wickelkommode. Regale und Körbe nehmen Unmengen von Spielzeug auf. In zunehmendem Alter kann da der Platz schon mal knapp werden. Erstens muss ausgemistet werden und zweitens sollten Sie an Möbel denken, die zum einen viel Stauraum aufweisen, möglichst hell und freundlich sind und, ganz wichtig, mitwachsen! Ein Schreibtisch, und sei er auch noch so schön, wird bald schon zu klein sein, wenn man ihn nicht auf die Größe des Kindes einstellen kann.

Achten Sie beim Bett auch darauf, dass der Kopfteil des Lattenrostes bei Bedarf verstellt werden kann. Und auch das Bett selbst sollten Sie nicht zu schmal wählen. Eine 80er- oder 90er-Matratze kann ebenfalls sehr beengend wirken. Besser ist es, wenn die Breite des Bettes mindestens 100 Zentimeter beträgt.

 

Sorgen Sie für Harmonie bei der Umgestaltung

Bunte Wände, knallige Farben, zusammengewürfelte Möbel – all das sorgt für eine Reizüberflutung bei Kindern. Mit der Ruhe ist es dann schnell vorbei. Weniger ist hier oft mehr. Sorgen Sie für klare Linien und einen aufgeräumten Gesamteindruck. Sanfte Töne vermitteln Harmonie. Wenn es ein paar Farbkleckse an Wänden geben soll, probieren Sie doch die Wisch- oder Tupftechnik aus. Aber auch hier gilt: Nicht zu viel.

 

Wenn zwei sich das Kinderzimmer teilen: Worauf Sie achten müssen

Grundsätzlich brauchen Kinder Raum. Wenn zwei Geschwister sich ein Zimmer teilen müssen, sollte das keine Lösung auf Dauer sein. Manchmal geht es aber nicht anders. Die gute Nachricht: Das muss kein Nachteil sein. Sie können das Kinderzimmer umgestalten, indem Sie jedem Kind ermöglichen, seinen eigenen Bereich für sich zu beanspruchen. Einen Bereich, der nur ihm alleine gehört. Wie man diese Ecken abgrenzt, hängt von der Beschaffenheit des Raumes ab. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

  • Paravents oder Vorhänge trennen gewisse Bereiche klar voneinander ab.
  • Ein Regal, das von beiden Seiten zugänglich ist, erfüllt denselben Zweck, wirkt aufgelockert und bietet zudem noch Stauraum.
  • Ein Stockbett in der Mitte des Raumes teilt diesen in zwei Teile. Sind auch noch Ausstiege auf unterschiedliche Seiten möglich, wird das Zimmer ganz automatisch geteilt.

Achten Sie aber auf die Größe des Zimmers. Wenn es eher klein ist, sollten Sie keine großen Raumteiler hineinstellen. Wenn doch ein Möbelstück als Raumteiler in Frage kommt, muss dieses unbedingt an einer angrenzenden Wand befestigt werden. Die Gefahr des Umstürzens darf nicht unterschätzt werden.

 

Teppiche fürs Kinderzimmer

Beim Kinderzimmer umgestalten scheiden sich spätestens bei der Frage, ob ein Teppich hinein soll, die Geister. Viele befürchten wegen des Staubes Allergien, andere schwören auf die bunten Farbtupfer auf dem Fußboden. Der Klassiker unter den Kinderteppichen ist sicher der Spielteppich. Eine Landschaft mit Straßen, Parkplätzen und Kreisverkehren begeistert vor allem Jungs. Feenwelten sorgen bei Mädchen oft für glänzende Augen. Spielteppiche, auf denen ein Brettspiel aufgedruckt ist (etwa „Mensch ärgere Dich nicht“) begeistern beide Geschlechter gleichermaßen.

Praktisch wird es, wenn der Teppich nicht einfach nur ein Teppich ist, sondern noch eine weitere Aufgabe übernimmt: Eine Spielmatte, die mittels eines Bandes zum Sack zusammengebunden werden kann, sorgt für Ordnung im Kinderzimmer.

 

Altersgerecht einrichten

Die Bedürfnisse von Kindern ändern sich mit zunehmendem Alter. Ein Baby hat andere Bedürfnisse, als ein 10-jähriges Kind. Aber wer kann schon alle paar Jahre das Kinderzimmer umgestalten? Aber es gibt ein paar einfache Tricks, immer auf dem aktuellen Stand der Dinge zu bleiben.

Achten Sie beim Möbelkauf auf zeitloses Design. Sollte sich das Kind an seinen Möbeln satt gesehen haben, kann man diese mit Klebefolien neu designen oder zumindest aufhübschen. Neue Griffe gibt’s im Baumarkt – voilà.

Wenn es ein neuer Bodenbelag sein soll: Laminat lässt sich leicht verlegen und vor allem auch wieder leicht entfernen. Die darunter liegende Trittschalldämmung bleibt erhalten, falls diese nicht im Laminat schon integriert war. Achten Sie auf helle Decken. Dunkle lassen den Raum kleiner wirken.

Mit wenigen Handgriffen und Tricks, verleihen Sie dem Kinderzimmer einen neuen Touch.

Bildquelle: © Veryulissa – 570751849; Photographee.eu – 467022524; Photographee.eu – 467022548 / Eigene Darstellung

Lieber zu wenig, als zu viel

Kinder brauchen Raum um sich zu entfalten. Wenn alles vollgestellt ist, wird dieser aber immer kleiner. Laufen, spielen, toben – das ist dann nur noch schwer möglich. Deshalb sollten Sie auch bei der Deko lieber etwas geiziger sein. Auch platzsparende Möbel haben den Effekt, dass der Raum insgesamt größer wird. Sie werden staunen, wie groß ihr kleines Kinderzimmer eigentlich ist.

Tipp: Eine Wickelkommode, die später zum Kinderbett umgebaut werden kann, spart Geld.

 

Licht sorgt für richtige Stimmung

Stimmungsvolles Licht auch im Kinderzimmer: Mit Lampen und Leuchten setzen Sie den Raum Ihres Kindes ins rechte Licht. Gerade Wandlampen wirken toll. Es gibt sie in allen möglichen Farben und Formen. Sie geben ihr Licht in der Regel mit Energiesparlampen ab. Viele Wandlampen haben eine 3D-Form. Sonnen, Wolken, Feuerwehrautos und vieles mehr: Das Angebot ist riesig.

 

Fazit

Es muss nicht die teure Umbaumaßnahme beim Kinderzimmer umgestalten sein. Oft genügen kleine Deko-Tricks und das neu arrangieren der Möbel, um aus einem langweiligen Kinderzimmer wieder ein Spieleparadies und eine Wohlfühloase zu machen.

 

Weitere Artikel zum Thema Kinderzimmer einrichten

Kinderbett Vergleich – Die besten Betten für Babys und Kleinkinder
Kinderschreibtisch Vergleich – Schreibtische für Schüler
Kinderdrehstuhl Vergleich – Schreibtischstühle für Kinder
Sitzsack Vergleich – Die besten für Kinder und Erwachsene
Kinderlampen Vergleich – Die schönsten Wandlampen für’s Kinderzimmer